zwei vierblättrige Kleeblätter | Bildquelle: dpa

#kurzerklärt Macht Geld eigentlich glücklich?

Stand: 14.03.2018 13:37 Uhr

Der Weltzufriedenheitsreport der UN zeigt es erneut: Besonders glücklich sind die Skandinavier - am glücklichsten die Finnen. Doch worauf kommt es an, um zufrieden zu sein?

Von Sebastian Kisters, HR

Und ewig lockt das Glück. Gibt man die Suche danach etwa bei Google ein, spuckt der Computer mehr als 34 Millionen Treffer aus. Oft dreht es sich um die Frage, ob Geld glücklich macht.

Der Künstler Herbert Achternbusch fasst die Antwort so zusammen:

"Das schöne Gefühl, Geld zu haben, ist nicht so intensiv wie das Scheißgefühl, kein Geld zu haben."

Die großen "G"

Wissenschaftler, die sich mit dem Streben nach Glück beschäftigt haben, sagen, es seien die großen "G", die glücklich machen: Gesundheit, Gemeinschaft und Genuss.

Gesundheit lässt sich nur bedingt kaufen. Freunde, Freude, Gemeinschaft ebenso wenig. Dabei ist dieser Punkt für Glücksmomente entscheidend. Das Gefühl, in der Familie, der Kirchengemeinde oder dem Sportverein gemeinsame Interessen und Ziele zu haben, empfinden viele Menschen als sehr beglückend: wie der Aufstieg mit der Fußballmannschaft, das gefeierte Konzert mit dem Kirchenchor oder die Bergwanderung samt Hüttenübernachtung mit der Familie.

Generell gilt: Erlebnisse machen glücklicher als Besitz.

Geld spielt aber natürlich beim Genuss eine Rolle. Ein tolles Auto, die neue Jacke, ein guter Wein… Allein: Menschen gewöhnen sich an alles - auch an einen höheren Lebensstandard.

#kurzerklärt: Macht Geld eigentlich glücklich?
Sebastian Kisters, HR, 13.03.2018

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Erstes Gehalt - ein großes Glück

US-Forscher der Princeton University haben herausgefunden: Geld macht vor allem nach der Ausbildung glücklich. Beim ersten Job mit fettem Gehaltssprung. Ab einem Jahresnetto-Einkommen von etwa 60.000 Euro steigt die Zufriedenheit nicht mehr nennenswert - weder durch Gehaltserhöhungen noch durch einen möglichen Lotto-Gewinn. Ein kurzer Kick - das war es.

Der Ökonom und Glücksforscher Richard Easterlin von der University of California sagt: Sind die Grundbedürfnisse von Menschen einmal gedeckt, steigert auch ökonomisches Wachstum nicht mehr die Zufriedenheit einer Nation.

Deshalb sind Skandinavier glücklicher

Für das Glück einer ganzen Nation - wie jetzt wieder für den "World Happiness Report" erhoben - scheint viel mehr die gleichmäßige Verteilung des vorhandenen Reichtums entscheidend. Ein wichtiger Grund, warum regelmäßig skandinavische Länder vorne liegen - diesmal die Finnen auf Platz Eins.

Staaten, die ein starkes Wirtschaftswachstum aufweisen, landen hingegen nicht zwangsläufig auf den vorderen Plätzen - wie etwa China.

Für den Weltglücksbericht haben Forscher aber auch berücksichtigt, wie frei sich Menschen fühlen, grundlegende Entscheidungen für ihr Leben selbst treffen zu können. Oder ob sie sich von ihrem sozialen Umfeld unterstützt fühlen. Womit sich der Kreis zum G wie Gemeinschaft schließt.

Finnland Platz 1 - Deutschland Platz 15

In Finnland leben nach einem UN-Bericht die glücklichsten Menschen der Welt. Ihnen folgen die Länder Norwegen, Dänemark, Island und die Schweiz. Das geht aus dem Weltglücksreport der Vereinten Nationen hervor, der im Vatikan vorgestellt wurde. Deutschland rückte im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz auf Nummer 15 vor.

Für den "World Happiness Report" wurden in 156 Ländern Faktoren wie Wohlstand, Lebenserwartung, Korruption und Freiheit untersucht. Die unglücklichsten Menschen leben demnach alle in afrikanischen Staaten - mit Burundi als Schlusslicht. Das erste Mal wurde in dem Bericht auch die Zufriedenheit von Einwanderern in den jeweiligen Ländern untersucht. Das Ergebnis: In Finnland leben auch die glücklichsten Migranten.

Der Bericht wird seit 2012 vom UN-Netzwerk für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Solutions Network) zusammengestellt.

Nicht das Geld, nicht der Ruhm und auch nicht die Karriere

In einer Langzeit-Studie konnten Forscher der Havard University zeigen, dass das Glück von Menschen nicht von Geld, Karriere oder Ruhm abhängt, sondern "guten, innigen Beziehungen" zu Mitmenschen.

Hunderte Personen wurden über Jahrzehnte nach ihrem Wohlbefinden befragt. Forscher überprüften außerdem Blutbilder, scannten Gehirne. Das Ergebnis: Die bloße Anwesenheit geliebter Menschen könne physische und psychische Schmerzen lindern. Außerdem trage eine vertrauensvolle Beziehung zu einem entspannten Nervensystem und einem gesunden Hirn bei.

Geld oder Liebe? Die Havard-Forscher kommen zu einem eindeutigen Ergebnis.

Manchmal steckt die Wahrheit sogar im Keks.

Über dieses Thema berichtete das Nachtmagazin am 13. März 2018 um 00:40 Uhr.

Darstellung: