Erzieherin mit Kindern | Bildquelle: imago/Westend61

#kurzerklärt Was verdienen Kita-Erzieher?

Stand: 12.04.2018 04:02 Uhr

Diese Woche werden öffentliche Kitas bundesweit bestreikt. Was verdienen eigentlich Erzieherinnen und Erzieher? Und warum gibt es so große Unterschiede bei der Bezahlung?

Von Stephan Lenhardt, SWR

2578 Euro brutto - so viel bekommt eine Erzieherin, die gerade angefangen hat, im öffentlichen Dienst pro Monat. Das heißt aber nicht, dass alle Berufseinsteiger in der Kita so viel verdienen. Es gibt regionale Unterschiede. Und 2016 arbeitete nur rund ein Drittel aller Kita-Beschäftigten bei öffentlichen Einrichtungen. Der Großteil war bei freien Trägern angestellt.

Und 2016 arbeitete nur rund ein Drittel aller Kita-Beschäftigten bei öffentlichen Einrichtungen.

Also zum Beispiel bei Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Elterninitiativen oder auch bei privatwirtschaftlichen Trägern. Mehr als 400.000 Erzieherinnen und Erzieher arbeiten in Kitas in Deutschland.

Unterschiede bei der Bezahlung

Die meisten freien Träger bezahlen ähnlich wie der öffentliche Dienst. Sie haben meist eigene Tarifverträge. Allerdings ist die Tariflandschaft bei den Wohlfahrtsverbänden laut der Gewerkschaft ver.di sehr zerklüftet. Alleine beim Deutschen Roten Kreuz gibt es rund 100 Tarifverträge, die zum Teil sehr unterschiedliche Entgeltbedingungen regeln. Eine Studie hat außerdem gezeigt, dass rund ein Viertel der Erzieherinnen und Erzieher gar keinen Tariflohn kriegt.  

#kurzerklärt: Was verdienen Kita-Erzieher?
12.04.2018, Stephan Lenhardt, SWR

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Mangelware Mann

Übrigens: männliche Erzieher sind echte Mangelware. Nur jeder 20. Beschäftigte in der Kita ist laut Statistischem Bundesamt ein Mann. Der durchschnittliche Einstiegslohn von Erzieherinnen - und natürlich auch von Erziehern - bei allen Trägern liegt laut einer Studie bei 2110 Euro brutto. Bei einer 38-Stunden-Woche. Aber: Sehr viele Erzieherinnen und Erzieher arbeiten gar nicht Vollzeit. Sechs von zehn arbeiten in Teilzeit. Oft auch ungewollt. Sie verdienen also auch weniger.

Männliche Erzieher sind echte Mangelware.

Giffey fordert mehr Lohn

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat gefordert, dass Erzieherinnen mehr verdienen sollen. Nämlich so viel wie Grundschullehrer. In Rheinland-Pfalz zum Beispiel sind das brutto rund 780 Euro Unterschied. Soviel mehr verdient ein verbeamteter Lehrer im ersten Jahr an der Grundschule (3356 Euro brutto), verglichen mit einer Erzieherin an der öffentlichen Kita (2578 Euro brutto).

Allerdings brauchen Erzieherinnen und Erzieher in Deutschland bisher auch kein Studium. Auch wenn es immer wieder entsprechende Forderungen gibt. Erzieherinnen und Erzieher machen eine Ausbildung. Die dauert mehrere Jahre und ist größtenteils unbezahlt.

Über dieses Thema berichtete das nachtmagazin am 12. April 2018 um 00:15 Uhr.

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